Sehenswürdigkeiten

Wandergebiet Wittnau

Man begegnet in unserem Dorf sehr vielen Wanderern. Die ländliche Gegend und die Hügellandschaft auf dem Wittnauer- und dem Altenberg laden zu interessanten Tagestouren ein. Bei schönem Wetter geniesst man eine tolle Aussicht an den Hochrhein, ins Baselbiet oder auch in den nahen Schwarzwald. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein unterhält in verdankenswerter Weise die Sitzbänke im ganzen Wandergebiet. Diese gemütlichen Bänke laden vielfach zu einer Ruhepause oder zu einer Verpflegung aus dem Rucksack ein. Der Gemeinderat ist bemüht, das Wander- und Erholungsgebiet attraktiv zu halten. Durch das Anbringen von Fahrverboten für Motorfahrzeuge ist der Fussgänger in diesen Gebieten führend.

http://jurapark-aargau.ch/wanderrouten.html?offer=35619#paerke-details

Kirche St. Martin

Im Dorfzentrum liegt die römisch-katholische Kirche St. Martin. Die Kirche wurde 2001/2002 renoviert. Eine neue Heizung wurde eingebaut und im Chor wurden zwei neue Fenster eingebaut. Auch die Kirchenbänke wurden restauriert. Der vorher düstere Eingangsbereich wurde aufgewertet. Er wurde zu einem hellen, freundlichen Foyer umfunktioniert. Die Empore ist nun auch von innen begehbar.

Wann die erste Kirche in Wittnau erbaut wurde, ist nicht bekannt. Da aber schon immer der heilige Martin in der Pfarrei als Patron verehrt wurde, könnte das erste Gotteshaus in der Zeit der fränkischen Missionierung im achten Jahrhundert erbaut worden sein. Im alten Gotteshaus von Frick wird ein Gotteshaus in Wittnau Ende des zwölften Jahrhundert erwähnt. Drei verschiedene Kirchen sind für die Pfarrei Wittnau während der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Kloster Mariastein belegt. Die erste urkundlich erwähnte Kirche ist durch Blitzschlag im Jahre 1462 eingeäschert worden. Die zweite Kirche wurde wiederum auf dem alten Kirchenplatz errichtet, war aber grösser als die abgebrannte und erhielt einen richtigen Turm. Dieser blieb stehen, als man 1765 wiederum daran ging, eine neue Kirche zu bauen und die alte aus dem 15. Jahrhundert bis auf die Grundmauern abgebrochen wurde. Genau 100 Jahre später wurde 1865 der Turm aus dem 15. Jahrhundert abgetragen. Beim Herausreissen des Bodens für die neue Heizung im November 2001 wurde das Fundament eines Turms entdeckt. Die Kantonsarchäologie hat den Fund ausgemessen. Ebenfalls wurde 1865 die Kirche um zwei Fenster nach nach hinten verlängert und in die Erweiterung hinein der neue Turm gestellt. Dabei wurden die vier neuen Glocken angeschafft. 1903 wurde die Kirche innen renoviert. 1925 erfolgte eine Aussenrenovation. Ausgelöst durch einen kleinen Einsturz an der Kirchendecke wurde die Pfarrkirche 1952 ein weiteres Mal renoviert.

Buschbergkapelle und Lourdes-Grotte

Die Wittnauer Wallfahrtskappelle auf dem Buschberg ist legendenumworben. Der Platz gilt als einer der "Kraftorte" in der Schweiz und wird deshalb nicht nur von gläubigen Christen, sondern zunehmend auch von Esoterikjüngern jeglicher Couleur rege besucht. Aber auch Menschen, die "nur Ruhe suchen“, kommen an diesem idyllischen Ort auf ihre Kosten. Die Kapelle gilt im Sommer auch als beliebter Ort für Hochzeiten und Taufen.

Viele Menschen, vor allem Esoteriker, aber auch "bodenständige" Bürger, glauben an die Strahlen, die auf dem Buschberg aus der Erde austreten sollen. Man glaubt, die Erde habe Stellen, an denen ihre Energie sozusagen ungefiltert austritt. Für viele Esoteriker ist diese Ausstrahlung sogar in Zahlen - in so genannten Boviseinheiten - messbar. Am 21. November 1994 versuchten Meditierende, das Buschberger Energiezentrum zu "öffnen". Dabei waren vier aufeinanderfolgende Töne aus der Erde zu hören. Diese Töne wurden auf Band aufgenommen und an verschiedenen Orten wissenschaftlich untersucht. Sie sind aus akustischer Perspektive sehr ungewöhnlich und weisen eine grosse Vibration und starke Schwingungen auf. In öffentlichen Diskussionen um das Thema wird vieles in Frage gestellt; bekannt ist inzwischen allerdings, dass der Mensch unzählige Möglichkeiten der Wahrnehmung hat, die weit über seine Töne hinausgehen.

Da immer mehr Besucher die Buschbergkapelle besuchten, bauten die Wittnauer und die Nachbarsgemeinden 1861 den sogenannten Stationenweg und die Lourdesgrotte. Seit dem 15. Jahrhundert werden die Leiden Jesu Christi in vierzehn Stationen dargestellt. Diese führen den Pilger vom Sundel in Wittnau direkt zur Kapelle. Der Stationenweg wird im Jahre 2003 - im Jubiläumsjahr des Kantons Aargau - saniert.

Die Lourdesgrotte am Fusse des Staatswaldes entstand im Jahre 1902. Der Ort erhält durch das Bächlein, welches dort aus dem Berg tritt, einen idyllischen Charakter. Am 27. Juli 1902 wurde die Grotte mit einer Prozession, an der über tausend Personen teilnahmen, eingeweiht. Seither sind unzählige Pilger den Weg zum Wallfahrtskreuz bittend und betend gegangen. Im Jahre 2002 wurde die Grotte restauriert und es wurde auch ein neuer Brunnen errichtet.

Naturwaldreservat Thiersteinberg

Das zweitgrösste Naturwaldreservat des Kantons Aargau ist in Wittnau. Der Thiersteinberg bildet eine zusammenhängende Waldfläche von 12 km²; zwei Drittel liegen auf Aargauer-, ein Drittel auf Basellandschäftler-Boden. In diesem Tafeljuragebiet zwischen dem Horn mit steil abfallenden Flanken nach Norden und sonnigen Südhängen ist das bis jetzt zweitgrösste Aargauer Reservat mit 135 ha ausgeschieden worden. Es besteht aus 99 ha Staatswald und 36 ha Wittnauer Ortsbürgerwald. Während 50 Jahren wird auf dieser Fläche jede Waldbewirtschaftung unterlassen. Für den Nutzungsverzicht erhält die Ortsbürgergemeinde Wittnau vom Kanton eine einmalige Abgeltung. Die Wittnauer Ortsbürger stimmten dieser Vereinbarung im November 2001 zu. Die Gemeinde hat dabei den naturschützerischen Aspekten eine grosse Bedeutung beigemessen.

Refugium Horn

Das steil aufragende Wittnauer Horn mit seinem Befestigungssystem ist ein eindrückliches Zeugnis menschlichen Schutzbedürfnisses. Über Jahrtausende war es immer wieder Wohnort oder Fluchtburg.

Info_Refugium_Horn  [PDF, 2.00 MB]